MARKERAD

IKEA c/o Virgil Abloh

Eine Kollektion, die ein Statement im ersten eigenen Zuhause setzt. Alltagsgegenstände werden zu Designikonen – dank der Zusammenarbeit mit dem Künstler Virgil Abloh.

Die Limited Collection ist ab 7. November 2019 in den IKEA Einrichtungshäusern* erhältlich. Wir möchten, dass möglichst viele Menschen die Chance haben, sich eines der Produkte aus der MARKERAD Kollektion zu sichern. Wir begrenzen daher die Abgabemenge je Kunde auf ein Stück pro Produkt, Einkauf und Tag. Ausgenommen davon sind die Stühle (vier Stück), die Bettwäsche (zwei Stück) und der Kissenbezug (zwei Stück). *Ausgenommen IKEA Berlin-Waltersdorf

„IDEE”

In den vergangenen zehn Jahren hat sich Virgil Abloh zu einem der gefragtesten Designer der Welt entwickelt – und zu einer Modeikone. Als Kreativer in verschiedensten Disziplinen fühlt er sich am DJ-Pult genauso wohl wie im Atelier und blickt auf Kollaborationen mit einigen der weltweit größten Marken zurück. Mit seiner Arbeit erkundet er das Zusammenspiel zeitgenössischer visueller Kultur und der Welt des Designs. Dabei verschmelzen immer wieder Anspielungen auf Werke der hohen Kunst mit seinen Streetwear-Wurzeln.

„Ich möchte mit jedem Produkt den Menschen ein Gefühl von Stolz verleihen, und ich möchte, dass ein großartiges Design der wichtigste Grund dafür ist, ein Produkt zu kaufen.”

Virgil Abloh

„PROZESS”

Virgil hat zusammen mit Henrik Most, Creative Leader bei IKEA, aus­giebig das Leben junger Erwachsener erforscht, um ihren Bedürfnissen auf den Grund zu gehen, wenn sie von zu Hause ausziehen und das erste Mal alleine wohnen.

In mehreren Workshops im IKEA Design Centre in Älmhult (Schweden) entwarfen sie anschließend Skizzen und Prototypen und gestalteten die Produkte in der Modellwerkstatt selbst.

Dadurch, dass sich die Designan­sätze verzahnten, forderte jeder den anderen heraus, umzudenken – und daraus entstanden ist eine Kollektion, die Menschen dazu ermutigt, ihr erstes Zuhause so einzurichten, dass es unverkennbar ihres ist.

Ergebnis

Die Kollektion verwendet klassische minimalistische Designs und baut auf ihnen mit den für Virgils Arbeit typischen künstlerischen Anspielungen und dekonstruktiven Elementen auf. Seine zum Kult gewordenen Anführungs­zeichen finden sich überall wieder und verleihen Alltagsgegenständen eine Prise Ironie und Humor.

MARKERAD Stuhl

„Es geht darum, die anonymen, alltäglichen Symbole hervorzuheben, die man unbemerkt verwendet. Wenn man einen Türstopper auf ein Bein eines gewöhnlichen Stuhls legt, erschafft man damit etwas Unerwartetes – eine Störung.”

Virgil Abloh

MARKERAD Werkzeugsatz

MARKERAD Überzug für Tagesbett, Tagesbettgestell und Kissenbezug

MARKERAD Tisch

Dieser Tisch holt den skandinavischen Modernismus der 1950er Jahre in die heutige Zeit zurück – dank Konstruktion und Materialien, die ihn leicht und einfach montierbar machen. Jedes Bein kann mithilfe der Steckver­bin­dung in nur einem Schritt ange­bracht werden – es ist kein Werkzeug nötig.

MARKERAD Bettwäsche-Set

Die gesamte Baumwolle, die für IKEA Produkte verwendet wird, stammt aus nachhaltigeren Quellen.

MARKERAD Teppich Kurzflor

„Der Kassenbon ist eine Marke für sich, verwandelt in Kunst. Ich  denke, dieser Teppich eignet sich für die Wand ebenso gut wie für den Boden – in beiden Fällen verweist er auf die Geschichte, für die IKEA steht.”

Virgil Abloh

MARKERAD Teppich Langflor

„Es gibt immer eine unterschwellige Botschaft in meinen Kreationen. Ein wenig Ironie – und eine Verbindung zwischen Menschen.”

Virgil Abloh

MARKERAD Spiegel

Die flache, uniforme Oberfläche dieses Spiegels wird durch einen Riss in der linken oberen Ecke unterbrochen – es entsteht eine visuelle Verzerrung, die den offensichtlichen Zweck des Produkts unterwandert.

MARKERAD Vitrine

Die Art der Aufbewahrung kann auch zeigen, wer man ist – ohne Dinge zu verstecken. Diese Vitrine dient dazu, die Stücke auszustellen, die man liebt.

MARKERAD Wanduhr

Diese Uhr entstand spontan während eines Design-Workshops des Teams und wurde inspiriert von einem 3D-gedruckten Prototyp für eine zukünftige IKEA Kollektion.

MARKERAD Tasche

Wenn Virgil Wörter durch Anführungs­zeichen ergänzt, entreißt er sie dem Kontext und fordert den Betrachter durch das Mittel der Ironie heraus. Warum sollte eine Tasche auch kein Kunstwerk sein?

MARKERAD Bild hinterleuchtet USB

Die von hinten beleuchtete Mona Lisa ist Virgils Hommage an Leonardo da Vincis legendäres Gemälde – eine Hommage, welche die Grenzen von Funktionalität und Kunst verwischt.

Im Gespräch mit Henrik Most, Creative Leader bei IKEA

Was beeindruckte dich an Virgils Arbeit und seinen Werten?
Er bringt modernes Design in einen zeitgenössischen Kontext. Es wäre ziemlich langweilig, wenn er modernes Design nur kopieren würde. Durch die Interpretation der Geschichte und Tradition auf seine einzigartige Weise entwirft er Designs, die unserer heutigen
Zeit entsprechen.

Wie passt Virgil in die globalen Aktivitäten von IKEA?
Obwohl IKEA ein Unternehmen mit weltweiter Reichweite ist, beschränken wir uns nicht auf eine bestimmte Art und Weise, mit Designern zusammenzuarbeiten. Wir feiern die Vielfältigkeit. Für uns repräsentiert Virgil ein Schaffen jenseits ästhetischer Grenzen, weil er sich selbst nicht auf die Rolle des Modedesigners beschränkt. Dies ist für IKEA interessant, weil wir erkennen, dass unsere Kunden und die, welche wir anziehen wollen, ein Bedürfnis nach Kollektionen mit Cross-over-Inhalten haben – so würde ich es nennen. Ich denke, dies hängt damit zusammen, wie Millennials die Realität erfassen. Sie haben keine traditionellen Ansichten darüber, dass man Massen- und Popkultur nicht mit hochwertiger Mode und Spitzendesign mischen kann. Alles landet zusammen im selben Schmelztiegel. So, wie wir bei IKEA arbeiten, versuchen wir, bei der Entwicklung von Kollektionen unkonventionell zu denken, und wir wollen mit ihnen unsere ehrliche Reflexion darüber präsentieren, was unserer Meinung nach in der Welt vor sich geht.

Was schätzt du am meisten am IKEA „Labor“?
Bei IKEA beginnen wir immer bei den Menschen. Im Fall der Millennials fällt uns auf, dass sie eine „normale“ Lebensweise ablehnen. Statt eine Wohnung in verschiedene Bereiche einzuteilen, wie einen Wohn­bereich, Schlafbereich, Arbeitsbereich, finden für sie alle Aktivitäten in einem Raum statt. Das fordert die gesamte Idee des Zuhauses heraus. Und das ist es, was wir erforschen möchten: zugängliche Hilfsmittel für Millennials zu schaffen, um ihr Zuhause zu gestalten und mitzugestalten. Wenn man sich den Respekt von Millennials verdienen möchte, kann man ihnen nicht einfach sagen, wie sie zu leben haben. Das wäre eine Sackgasse. Wir müssen ihnen dort begegnen, wo sie sich befinden.

Henrik, was wünschst du dir, wenn die Kollektion im November herauskommt?
Nun ja, dass sie ein Erfolg wird, sie soll etwas für die Millennials bewegen, und dass sie tatsächlich die Designs, welche wir entworfen haben, schätzen und sie die Produkte dazu verwenden, ihr Zuhause zu erschaffen. Es geht nicht um den Medienhype oder ob es große Berichterstattung zur Kollektion gibt. Erfolg bedeutet für IKEA, dass diese Kollektion tatsächlich etwas für die Millennials bewegt.

Im Gespräch mit Virgil Abloh

Wie denkst du über die Zusammenarbeit?
Es war das härteste Designprojekt, das ich bisher gemacht habe. Es bieten sich in einer Designkarriere nur wenige Chancen, in denen man mit den absolut Besten zusammenarbeiten darf, und mein Designkonzept stimmt mit den demokratischen Designprinzipien von IKEA überein – der Idee, dass großartiges Design für die vielen erschwinglich sein kann.

Du arbeitest an der Schnittstelle von hochklassiger Kunst und Street-Art. Was erlebst du an diesem Schnittpunkt und was ist für dich daran so interessant?
Ich denke, dass uns im Laufe der Zeit verschiedene Kunstbewegungen an den Punkt geführt haben, dass Kunst nicht länger eine Kultur ist, die sich in geschlossenen Gesellschaften abspielt. Kunst kann eine Kommunikation aufbauen zwischen jenen, die auf dem Feld bewandert sind, und denen, die sich noch nicht so lange mit ihr beschäftigen.

Was ist dir in deiner Kunst am wichtigsten?
Am wichtigsten an Kunst und Design ist mir, dass die Dinge, welche ich erschaffe, eine Daseinsberechtigung haben. Ein Bedürfnis zu befriedigen, egal, ob es ein künstlerisches oder funktionales ist, stellt eine Art innere Messlatte für mich dar, und so habe ich das Gefühl, meine Handschrift auf Objekten hinterlassen zu können.

Wie können Millennials deiner Meinung nach in ihrem ersten Zuhause ein Zeichen setzen?
Der Kern des Projekts, an dem wir hier arbeiten, ist die Mentalität der Millennials. Funktion ist für jeden individuell, der Sinn dieser Kollektion liegt aber darin, anonymen Objekten künstlerische Qualität zu ver­­­leihen. So, wie man zum Beispiel ein Kunstwerk an die Wand hängt, kann künstlerische Qualität in Objekte wie einen Stuhl, Tisch oder Teppich einströmen. Das war das Ausgangsproblem, welches ich mit dieser Kollektion lösen wollte.

Wie würdest du dein erstes Zuhause beschreiben?
Es war wohl durchdacht und sehr leer. Man beginnt zu begreifen, dass es eine immaterielle Qualität braucht, um einen Raum so zu gestalten, dass er sich nach einem Zuhause anfühlt. Es geht nicht um einen Stuhl in seiner Form oder ähnliche funktionale Dinge. Es geht darum, etwas mit Charakter zu erschaffen, das sich bewohnt anfühlt. Das ist die Herausforderung.

Wo hast du die meisten deiner Möbel herbekommen, als du zum ersten Mal alleine gewohnt hast?
Das war eine Mischung aus drei Dingen: Gebrauchtes, ein spezielles brandneues Teil und immer die Augen aufhalten. Das erfordert aber viel Zeit und Möglichkeiten. Es ist nicht so einfach, Dinge zu finden, mit denen man leben möchte.

Auszüge aus einem Interview im „System Magazine“, veröffentlicht im November 2017. Bilder von der Ausstellung „STILL LOADING” im Dezember 2018 in Tokyo.

Produktübersicht

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